Heute am frühen Abend protestierten rund 80 Personen vor der argentinischen Botschaften
Heute um 17:15 besammelten sich ca. 80 Personen auf dem Helvetiaplatz in Bern um gegen das Massaker an der argentinischen Arbeitslosenbewegung (MTD Anîbal Verôn) zu protestieren. Vor einem Jahr hat die argentinische Polizei bei einer Brückenblockade in Buenos Aires in die Menge geschossen und dabei mit gezielten Schüssen zwei Aktivisten (Maximiliano Kosteki und Darîo Santillân) getötet und mindestens 30 weitere verletzt.
Als erstes blockierten wir symbolisch die Kirchenfeldbrücke und spielten theatralisch das Massaker vom 26.06.02 nach. Dabei bildeten wir einen Leichenteppich, welcher mit roter Blutfarbe und weissen Leichenumrissen dargestellt wurde. Um die Verbindung zur Botschaft und damit zur argentinischen Regierung zu bilden, zogen wir eine Blutspur bis zur Polizeisperre, die uns 30 Meter vor der Botschaft erwartete und uns nicht weiterziehen liessen. Dort machten wir ein erneutes Dieing und verharrten so etwa eine Stunde. Wir beharrten darauf, mit einem Botschaftsangehörigen zu sprechen und ihm unsere Forderungen kundzutun. Nach Gesprächen mit dem Einsatzleiter der Polizei kam Alejandro Herrera, Sekretär des abwesenden Botschafters, und wir übergaben ihm unseren Flyer, eine "symbolische" Flasche Blut und unsere Forderungen. Er versprach, diese an den Botschafter weiterzuleiten. Nachdem wir uns lautstark von der argentinischen Botschaft verabschiedet hatten, zogen wir durch die Innenstadt in Richtung Reithalle, wo die Protestaktion aufgelöst wurde.